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AutorHoltz, Karl-Ludwig
TitelBurn-out.
QuelleIn: Sonderpädagogik, 21 (1991) 2, S. 98-102    Verfügbarkeit 
Spracheenglisch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0342-7366
SchlagwörterGesellschaft; Bewältigung; Lehrer; Stress; Sozialer Beruf; Mitarbeiterfrage; Individuum
AbstractDas Mitte der siebziger Jahre in den USA erstmals beschriebene Phaenomen wurde als "Burn-out-Syndrom" charakterisiert und in den folgenden Jahren hauptsaechlich bei Angehoerigen helfender Berufe sowie bei Lehrern und Erziehern empirisch untersucht. Etwa gleichzeitig laesst sich gesellschafts- und sozialpolitisch eine Diskussion ueber die Verknappung der finanziellen Ressourcen im sozialen Bereich feststellen, die stattdessen vermehrt auf persoenliches Engagement und Subsidiaritaet abzielt. Die in dieser Situation erfahrbare Diskrepanz zwischen eigenen, durch die jeweilige Not-Situation weitgehend bedingten Anspruechen und den objektiven Handlungs- bzw. Veraenderungsmoeglichkeiten wird als wesentliche Bedingung des staerkeren Erlebens von "Burn-out" und dessen oeffentliche Thematisierung gesehen. Im weiteren zeitlichen Verlauf wird der genannte Zusammenhang zwischen Anspruch/Notwendigkeit und gesellschaftlicher Wirklichkeit auf sein blosses Resultat, naemlich die "ausgebrannte", d. h. "erkrankte" Person reduziert. Es setzen Versuche ein, diesem Problem mit "Burn-out- Beratern", individueller Therapie oder gar Ausgrenzung zu begegnen; denn: "Vorstehende Ausfuehrungen legen ueberzeugend dar, dass ausgebrannte Lehrer gesunden Schuelern nicht zumutbar sind.", und: "Ein ausgebrannter Lehrer kann also erheblichen Schaden anrichten und viele seiner Schueler schaedigen"(Zitat). Statt von einem solchermassen individualisierenden "Syndrom-Modell" geht der Autor in Anlehnung an Lazarus von einem transaktionalen Stressmodell aus, das sowohl die objektiv belastenden Bedingungen wie auch die situationsspezifische Einschaetzung der eigenen Handlungsmoeglichkeiten beruecksichtigt. Burn-out als bestimmte Form von Stressverarbeitung wurde in den achtziger Jahren durch spezifische Messinstrumente in den USA und in der Bundesrepublik untersucht. Um den Prozess der Entwicklung von Burn- out angemessen verfolgen zu koennen, fordert der Autor fuer die Zukunft sowohl qualitative Verfahren und Laengsschnitt- Untersuchungen als auch epidemiologische Studien als Grundlage fuer Massnahmen primaerer, sekundaerer und tertiaerer Intervention.
Erfasst vonDeutsches Jugendinstitut, München
Update1998_(CD); 2001/1
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