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AutorenGieseke, Thomas; Harbrucker, Friedrich
TitelWer besucht die Schule fuer Sprachbehinderte? - Untersuchung zur Struktur der Schuelerschaft der Schulen fuer Sprachbehinderte in Berlin (West) zur Ermittlung von Aussagen ueber sonderpaedagogische Interventionsvoraussetzungen -.
QuelleIn: Die Sprachheilarbeit, 36 (1991) 4, S. 170-180    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0584-9470
SchlagwörterTeilleistungsstörung; Schüler; Schülerpersönlichkeit; Sprachbehinderter; Sonderschule; Berlin
AbstractBeide Autoren sind von ihrer Ausbildung her Sonderschullehrer fuer Sprachbehinderte und jetzt in der Lehreraus- und Fortbildung fuer diesen Bereich taetig. Die hier vorgestellte Untersuchung wurde im Winter 1988/ 89 an den vier Westberliner Schulen fuer Sprachbehinderte durchgefuehrt. Die mitgeteilten Befunde beziehen sich auf die 846 Kinder, die zum Erhebungszeitpunkt die Vorklassen und die Klassen 1 bis 6 (also die Grundschulklassen) dieser Schulen besuchten. Mehr als zwei Drittel dieser Schuelerschaft war maennlichen Geschlechts. Es gab nur wenige Kinder mit isolierten Artikulationsstoerungen. Die Verfasser vermuten, dass solche Kinder meist im Rahmen der ambulanten Betreuung in den Grundschulen verbleiben. Bei der Schuelerschaft der Schule fuer Sprachbehinderte handelt es sich dagegen um quantitativ und qualitativ schwer sprachgestoerte Kinder. Hinzu kommen erhebliche Wortschatzprobleme. Ein grosser Teil der Schuelerschaft wird darueber hinaus von ihren Lehrern als lerngestoert eingestuft. Konzentrationsstoerungen und geringe Ausdauer, Wahrnehmungsstoerungen und Gedaechtnisstoerungen werden von den Lehrern bei ihren Schuetzlingen festgestellt. Mehr als ein Viertel der Kinder leidet unter einer Rechenschwaeche. Rechtschreibschwaechen sind noch weiter verbreitet. In den Klassen 2 bis 4 werden ca. 40 Prozent der Kinder als rechtschreibschwach bezeichnet, in den Klassen 5 und 6 sogar fast 50 Prozent. Fuer Lernstoerungen machen die Lehrer haeufig emotionale Stoerungen verantwortlich, ebenso psychosoziale. Ueberaengstlichkeit und Ueberempfindlichkeit werden bei den Kindern noch haeufiger festgestellt als Aggressivitaet. Viele der sprachbehinderten Kinder kommen aus problematischen Verhaeltnissen im Erziehungsumfeld, z. B. aus kinderreichen Familien (rund 40 Prozent), aus Familien mit oekonomischen Problemen (mehr als 20 Prozent), Teilfamilien (ca. 25 Prozent), Heimerziehung (gut 4 Prozent), Pflegefamilien (2, 7 Prozent). Bei fast 10 Prozent der Kinder ist nach der Aktenlage von Verwahrlosung auszugehen. Die Schuelerschaft der Schulen fuer Sprachbehinderte setzt sich, wie die Autoren folgern, also aus Kindern zusammen, die mehrdimensional und multimodal gestoert sind mit einer Fuelle von unterrichtlichen und erzieherischen Problemen.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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