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AutorFeist, Ursula
TitelZur politischen Akkulturation der vereinten Deutschen. Eine Analyse aus Anlass der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl.
QuelleIn: Aus Politik und Zeitgeschichte, (1991) B 11-12, S. 21-32    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0479-611x
SchlagwörterPolitische Kultur; DDR; Deutschland-BRD
AbstractUrsula Feist, Leiterin der Abteilung Wahlforschung bei infas, Institut fuer angewandte Sozialwissenschaft, Bonn, berichtet hier ueber die Ergebnisse von Befragungen bei Wahlberechtigten in den alten und den neuen Bundeslaendern in den Monaten September bis Oktober 1990, also unmittelbar vor der ersten gemeinsamen Bundestagswahl. Diese Daten stellen, wie sie schreibt, eine Bestandsaufnahme zum Zeitpunkt der deutschen Vereinigung dar. Um Aufschluss ueber zentrale Elemente des Demokratie- und Politikverstaendnisses zu erhalten, wurden in der Untersuchung Fragen zu folgenden drei Bereichen gestellt: Gesellschaftliche Wertvorstellungen, Vertrauen in Institutionen, Einstellung zu politischer Partizipation und Mitsprache. Ausgangsthese ist, dass der getrennte Weg der alten Bundesrepublik und der DDR in der Nachkriegsgeschichte Spuren hinterlassen hat und dass man im vereinten Deutschland von zwei politischen Kulturen auszugehen hat, unabhaengig von verschiedenen Parteimilieus und deren Subkulturen. Die Befragungsergebnisse deuten denn auch auf mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten als Beginn fuer die politische Akkulturation der Deutschen. Zwar steht in Ost und West an erster Stelle in den Wertorientierungen der Befragten der Umweltschutz. Doch darauf folgen bei den Westdeutschen in der Werthierarchie soziale Gerechtigkeit und soziale Gleichheit, von der Autorin als idealistische Werte bezeichnet, waehrend bei den Ostdeutschen Ordnung/ Sicherheit und Wirtschaftswachstum mit sozialer Gerechtigkeit konkurrieren. Hier stehen nach Ansicht der Autorin idealistische, oekonomische und autoritaere Werte auf gleichem Niveau. Erhebliche Unterschiede zwischen West und Ost zeigen sich bei der Einschaetzung der Institutionen. Mehr als 80 Prozent der in der alten Bundesrepublik Befragten aeusserten ihr Vertrauen zu so unterschiedlichen Institutionen wie Polizei, Bundesverfassungsgericht, Stadt- und Gemeindeverwaltung, Bundestag, Justiz und Bundeswehr. Selbst die Bundesregierung, obwohl durch die Politisierung ihrer Aufgaben staerker in die gesellschaftliche Polarisierung einbezogen, erhielt noch das Vertrauen von 75 Prozent der Befragten im Westen. Ganz anders im Osten. Hier gab es auffallend viele Unentschlossene, die ueberhaupt keine Meinung aeusserten. Lediglich das Fernsehen, ueber Jahre das Schaufenster zur Welt, erfreute sich mit ueber 70 Prozent der Nennungen breiten Vertrauens. Um die 50 Prozent liegen die Messwerte fuer die Bundesregierung, die Polizei und die Zeitungen. Fuer die alten Bundeslaender konstatiert die Autorin damit ein verbreitetes Systemvertrauen, jedoch innerhalb der neuen Bundeslaender zum Zeitpunkt der Vereinigung weitverbreitete Ratlosigkeit und Misstrauen. Die Autorin sieht darin die Gefahr destabilisierender Tendenzen.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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