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AutorHansmann, Otto
TitelVom Menschen - über Erziehung - zum Bürger.
Vorlesungen zu Rousseaus Anthropologie, Pädagogik und Staatsphilosophie.
Gefälligkeitsübersetzung: From a person - via education - to a citizen. Lectures on Rousseau's anthropology, pedagogy and philosophy of the state.
QuelleWürzburg: Königshausen & Neumann (2012), 198 S.    Verfügbarkeit 
ZusatzinformationInhaltsverzeichnis
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Monographie
ISBN978-3-8260-4997-2
SchlagwörterErziehung; Erziehungsphilosophie; Pädagogische Anthropologie; Kultur; Bildungsgeschichte; Anthropologie; Geschichte (Histor); Freiheit; Aufklärung (Phil); Gesellschaftskritik; Kulturkritik; Moderne; Politische Philosophie; Staat; Staatliche Einflussnahme; Staatsphilosophie; Staatstheorie; Kirche; Philosophische Anthropologie; Bürger; Rousseau, Jean-Jacques; Frankreich
AbstractDie in der Schreckensherrschaft der Jakobiner verwirkte Französische Revolution ließ die anfangs überschwängliche Euphorie in bittere Enttäuschung und politische Skepsis umschlagen. Von der Revolutionsidee wurde sehr schnell auf den Gedanken politischer Reformen, von der politischen Indoktrination auf Aufklärung, von der Tat zunächst wieder auf das Denken umgestellt. Diese Wendung brachte die Erziehung ins Spiel. Das 18. Jahrhundert sollte später zum "Pädagogischen Jahrhundert" ausgelobt werden. Dies machte nur Sinn, wenn Anreize und Spielräume für pädagogisch-experimentelles Denken und Handeln geschaffen wurden - denn systematisch-programmatischen Denkern fiel auf, dass diese neue Aufgabe mit der noch zu lösenden Paradoxie verbunden ist, wie Freiheit als Ziel der neuen Erziehung möglich sei bei dem Zwang einer für alle verpflichtenden schulischen Erziehung. Rousseau hat ansatzweise gezeigt, wie das gehen könnte. Seine Begründungsmodelle individueller Integrität, individueller und allgemein überzeugender Urteilsbildung sowie glücklichen Lebens in einer widerständigen Welt konnten die Paradoxien nicht auflösen, sind durchweg provozierend, jedoch, was noch wichtiger ist, längst nicht erschöpft. Genau das adelt ihn zu einem pädagogischen Klassiker, der es verdient, immer wieder neu buchstabiert und interpretiert zu werden. In der Publikation handelt es sich um Vorlesungen zu Rousseaus Anthropologie, Pädagogik und Staatsphilosophie, die der Verfasser in seiner über 30jährigen Funktion als Hochschullehrer periodisch an den Universitäten in Karlsruhe und Bayreuth gehalten und immer wieder verbessert hat. Am Ende seiner beruflichen Pflichten angekommen, präsentiert er diese letztmalig überarbeiteten Vorlesungstexte unter dem Titel: "Vom Menschen. Über Erziehung. Zum Bürger". Diese Überschrift signalisiert die Paradoxie zwischen Menschsein, zum Menschen erzogen werden müssen und schließlich als Bürger in politischer Gemeinschaft mit seinesgleichen zu leben. Rousseau konnte die Widersprüche zwischen menschlicher Natur, der Notwendigkeit von Erziehung und der bürgerlichen Lebensform nicht aufheben. Deshalb sind die unterstellten Übergänge vom Menschen über Erziehung zum Bürger durch Interpunktion abgeschnitten. (ICB2).
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln
Update2013/2
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