Die AG Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) konstituierte sich im Jahr 1991 mit dem Ziel, die Berufsbildungsforschung in Deutschland zu fördern. Ziel ist die Verbesserung der Zusammenarbeit und Austausch von Daten, Dokumentationen und Forschungsergebnissen. Beteiligt sind das Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB - hierbei besonders das Kommunikations- und Informationssystem berufliche Bildung KIBB -, das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung IAB, das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung, die Universität Stuttgart.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist ein national und international anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Ziele seiner Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsarbeit sind, Zukunftsaufgaben der Berufsbildung zu identifizieren, Innovationen in der nationalen wie internationalen Berufsbildung zu fördern und neue praxisorientierte Lösungsvorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu entwickeln.
Das Forschungsdatenzentrum im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB-FDZ) bietet auf der Grundlage der umfassenden BIBB-Mikrodatenbestände bedarfsorientierte Serviceleistungen für die Berufsbildungsforschung an. Die Angebote richten sich überwiegend an wissenschaftlich tätige Personen, die mit nicht-kommerzieller Forschung befasst sind und die vom BIBB erhobene Mikrodatenbestände für eigene Auswertungen nutzen möchten.
Die Kommission Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) besteht aus ca. 240 Mitgliedern vorwiegend aus Hochschulen wie auch aus Berufsbildungsforschungseinrichtungen an und außerhalb von Hochschulen. Das gemeinsame Erkenntnisinteresse der Mitglieder richtet sich auf berufliche Bildung in den Bereichen:
Berufsvorbereitung. Berufsausbildung. Berufliche Weiterbildung. Die Kommission BWP führt regelmäßig wissenschaftliche Tagungen im Frühjahr und Herbst durch. Dort berichten Mitglieder aus der Forschungsarbeit und geben damit Einblick in Ergebnisse und Tendenzen der Berufsbildungsforschung in Hochschulen.
Vergleichende Beschreibung der Qualifikations- und Berufsbildungssysteme in Europa; Schnittstelle zwischen
Forschung und Praxis, europaweites Studienbesuchsprogramm für Berufsbildungsfachleute; Unterstützung europäischer Förderprogramme, insbesondere des LEONARDO-Programms. Nach allen Informationen kann recherchiert werden.
Das centre for vocational education and training (cevet) ist ein
interdisziplinärer Zusammenschluss von
Forschern aus den Bereichen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik,
Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Psychologie.
Cevet fokussiert als Forschungs- und Entwicklungszentrum den
Gegenstandsbereich der beruflichen Bildung und beschäftigt sich
mit Fragen der Kompetenzdiagnose und -entwicklung, der Steuerung
von beruflichen Bildungssystemen, Wirkungen beruflicher Bildung
auf das Wirtschaftssystem sowie der Entwicklung und Evaluation von
betrieblichen und schulischen Bildungsmaßnahmen.
i:BB verbindet empirische Forschung und theoretische Reflexion sowie Grundlagenforschung mit dem Wissenstransfer und der konkreten Ausgestaltung der beruflichen Bildung. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte unter Leitung von Prof. Dr. Felix Rauner werden von Ministerien, der EU, Stiftungen sowie Verbänden und Unternehmen gefördert.
Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH unterstützt die Modernisierung des Systems betrieblicher Bildung durch Beiträge zur anwendungsnahen Forschung. In enger Zusammenarbeit mit seinen Auftraggebern aus Politik und Wirtschaft entwickelt es Konzepte zukunftsfähiger betrieblicher Bildungsarbeit und erforscht ihre Anschlussfähigkeit in den Betrieben. Das Leistungsspektrum des f-bb umfasst Beiträge zur Grundlagenforschung und Modellversuche zur beruflichen Bildung, die Erstellung von Fallstudien, empirischen Erhebungen und Evaluationen und die wissenschaftliche Begleitung von Modellprojekten.
Als Leitstelle für das Deutsche Handwerksinstitut befasst sich das Institut mit den speziellen Problemen der Berufsbildung im Handwerk. Thematische Schwerpunkte sind die Erarbeitung von Berufsbildern und Meisterprüfungsregelungen, Aktualisierung der Lehrpläne für die Meisterprüfung, Didaktik und Methodenfragen in der Berufsbildung, Ausbilderförderung und Lehrkräfteschulung und Fragen der handwerklichen Aus- und Weiterbildung.
Die GAB entwickelt und verbreitet - zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Bildung, Kultur und sozialen Diensten - innovative Modelle der Berufsbildung und der Arbeits- und Unternehmensorganisation mittels Seminaren, Beratung und Publikationen.
Das IAB ist eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Durch das
Arbeitsförderungsgesetz (AFG) von 1969 und das Sozialgesetzbuch - Drittes Buch (SGB III) von 1998 erhielt die im IAB organisierte Forschung ihre gesetzliche Grundlage als Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit. Seit 2005 wird die Arbeit des IAB auch durch das SGB II bestimmt. Die Arbeitsgebiete des IAB sind u.a. Empirische Forschung, theoretische und methodische Grundlagenarbeiten in den Feldern der Ausbildungs- und Arbeitsmarktentwicklung, der Wandel in Betrieben und in der Erwerbsarbeit etc.
Das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH (INBAS) ist ein interdisziplinär arbeitendes Institut, das wissenschaftliche Dienstleistungen (Forschung, Planung, Entwicklung, Beratung, Fortbildung) im Schnittfeld von Berufsbildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik anbietet. Auftraggeber sind öffentliche und private Institutionen aus Politik und Praxis im In- und Ausland.
Das Institut für Betriebliche Bildungsforschung Berlin (IBBF) entwickelt aus Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Konzepte und Lösungen. In Zusammenarbeit mit Auftraggebern aus Politik und Wirtschaft werden Konzepte innovativer betrieblicher Bildung und Arbeitsgestaltung aufbereitet und der Praxis zur Verfügung gestellt. Das Spektrum umfasst:
Forschungs- und Modellprojekte zur betrieblichen Bildung, Kompetenzentwicklung und innovativen Arbeitsgestaltung; Praxistransfer von Konzepten und Lösungen; Fallstudien, empirische Erhebungen und Evaluationen; wissenschaftliche Begleitung von Förderprogrammen und Innovationsvorhaben. Arbeitsfelder sind:
Kompetenzentwicklung; Innovative Arbeitsgestaltung; Fachkräfte- und Potenzialentwicklung; Wissensorientierte Unternehmensführung; Internationalisierung beruflicher Bildung - Berufsbildungsexport.
Im Zentrum der Forschung steht die Frage nach dem Wechselverhältnis von Technik, (Fach-)Arbeit und Bildung unter der Leitidee der »Befähigung zur (Mit-) Gestaltung von Technik und Arbeit. Auf den Internetseiten des Instituts werden die Mitarbeiter, die Forschungsprojekte und Publikationen vorgestellt.
Am Forschungsschwerpunkt des Deutschen Jugeninstituts DJI werden Ausbildungs- und Erwerbsbiographien im Bildungssystem benachteiligter Jugendlicher untersucht. Online finden sich Projekte, Datenbanken, Publikationen und Downloads.
Das WIFO befasst sich insbesondere mit Bildungsforschungsaufgaben im internationalen, vor allem europäischen Bereich. Die Homepage bietet neben einer Dokumentation dieser Arbeiten eine strukturierte Linkliste zu zahlreichen forschungsrelevanten Ressourcen in Deutschland und Europa an.