Im Zentrum stehen Untersuchungen zu unterschiedlichen Arten der Kooperation von Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Elternhäusern. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhaben sollen Erkenntnisse sowie empirische Grundlagen liefern, um einrichtungsübergreifende Formen der Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Fachpersonals zu entwickeln. Auf dieser Seite des Projektträgers im DLR sind die geförderten Projekte gelistet und mit Kurzfassungen zum Herunterladen ergänzt.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine Übersicht über die Ausbildungssituation hinsichtlich der „Übergangsthematik“ und der Kooperation von Elementar- und Primarbereich zu erstellen, eine realistische Einschätzung zur tatsächlichen Vermittlung der Thematik in der Ausbildung abzufragen und Ausbildungskonzepte herauszuarbeiten, die besonders geeignet sind, die spätere praktische Umsetzung wissenschaftlich begründeter kooperativer Transitionsgestaltungen anzuregen („Leuchtturmprojekte der Vermittlung“).
Mit dem Programm “Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule“ stärkt das Land Niedersachsen die Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindestageseinrichtungen und Grundschulen und leistet einen Beitrag zur Anschlussfähigkeit der beiden Bildungsbereiche. Das Programm “Brückenjahr“ hat im August 2007 begonnen und wird für vier Jahre gefördert. Das “Brückenjahr“ unterstützt die Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule auch durch den Einsatz von Beratungsteams und die Unterstützung von Modellprojekten. Diese Seite hält die “Orientierungslinien für pädagogische Maßnahmen zur Übergangsgestaltung“ vor, sowie Arbeitshilfen und eine Präsentation zum Projekt. Dokument von: Niedersächsisches Kultusministerium
Die flexible Eingangsphase (FLEX) hat das Ziel, den Schülern auf der
Grundlage der individuellen Ausgangslagen, ihrer Erfahrungen und ihrer Lebenswelt
durch Optimierung des Anfangsunterrichts, Flexibilisierung, gezielter Förderung und
Prävention sowie individueller Unterstützung gerecht zu werden.
Die Arbeit in einer flexiblen Eingangsphase erfolgt auf der Grundlage der vom Pädagogischen
Landesinstitut Brandenburg herausgegebenen FLEX-Handbücher. Sie dienen als Orientierungshilfe für die Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit in den FLEX-Klassen.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Optimierung des Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich durch die individuelle Förderung von Schulanfängern.
Ein Forschungsbereich des Forschungsfeldes “Selektion im Bildungsverlauf“ am Zentrum für Bildungs- und Hochschulforschung (ZBH) der Universität Mainz ist dem Thema Kindergarten/Kindertagesstätte gewidmet. Die Website verlinkt laufende und abgeschlossene Projekte. Ein weiterer Link führt zu Projekten des Forschungsbereiches “Übergänge zwischen Institutionen“.
In dem Forschungsprojekt der Universität Bern zum Übergang in die Schule wurde eine längsschnittliche Perspektive eingenommen. Die jeweilige Entwicklung unterschiedlicher Gruppen von Kindern wurde beobachtet. Mit spielerisch dargebotenen Aufgaben wurden ihre Eingangsvoraussetzungen gemessen und die Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten in den nächsten zwei Jahren in Abhängigkeit der Form der Beschulung dokumentiert. Im Kindergarten verbliebene und in Einschulungsklassen eingeschulte Kinder konnten darüber hinaus an einem mehrwöchigen Spiel- und Förderprogramm teilnehmen. Die Literatur zu diesem Projekt steht auf der Website zum Download bereit.
Wie kann mathematische und naturwissenschaftliche Bildung in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in einer Weise gestaltet werden, dass Kinder ihre Lernprozesse bruchlos weiterführen können? Welche gemeinsamen Bildungskonzepte sind dazu geeignet? Wie funktioniert ein regelmäßiger Austausch zwischen den beiden Bildungsreinrichtungen? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, hat die Deutsche Telekom Stiftung gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal das Projekt entwickelt. Das Projekt wird bis 2013 als Fortbildungsreihe über zwei Jahre umgesetzt. Die Reihe besteht aus gemeinsamen Fortbildungen für Lehr- und Fachkräfte.
Die Internetseite liefert einen Überblick über laufende und abgeschlossene Projekte des Arbeitsbereichs. Schwerpunktthemen sind: Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule mit besonderer Berücksichtigung der Schuleingangsphase, Familienbildung, Qualitätsentwicklung sowie verschiedene Projekte im Bereich Lehr- bzw. Studiengangsentwicklung.
Wenn Kinder in die Schule kommen, befinden sie sich an unterschiedlichen Stationen auf dem Weg zur (Schrift-)Sprache. Ausgangspunkt für das geplante Forschungsprojekts soll sein, eine bessere Passung zwischen den Fähigkeiten sowie Schwierigkeiten von Kindern beim Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule vorzunehmen. Im Forschungsprojekt sollen die im Projekt „Prävention von Analphabetismus in den ersten beiden Schuljahren“ entwickelten Beobachtungsaufgaben der Einschulung für den Einsatz in Kitas modifiziert werden. Im Einzelnen handelt es sich um Beobachtungsaufgaben zur Wahrnehmung von Schrift, Kenntnis von Begriffen und zur Segmentierungsfähigkeit von Sprache. Die modifizierten Beobachtungsaufgaben sollen in neun Kindertageseinrichtungen bei Kindern eingesetzt werden, die sich ein Jahr vor der Einschulung befinden.
Das Projekt „HAVAS 5“ befasst sich mit Sprachstandsfeststellung und den Konsequenzen für die Förderung im Kooperationsprojekt Kindertagesstätten und Grundschule.
Dabei geht es um frühkindliche Sprachförderung aufgrund von HAVAS 5, die Effektivierung von Fördermaßnahmen und die Kooperation unterschiedlicher Partner (Kindertagesstätten und Schule).
Ziele des Projekts sind die Erprobung und Bewertung eines Fortbildungskonzepts von HAVAS 5 in Verbindung mit einem Sprachförderkonzept. Vorhandene Sprachfördermaterialien werden erweitert, die Wirksamkeit von Sprachförderung in Kindertagesstätten und Grundschulen wird durch Fallstudien überprüft, Handreichungen werden hergestellt sowie Modelle „Sprachförderung im Team“ zusammengestellt.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Sprachförderung von Migrantenkindern mit einem Schwerpunkt auf der frühkindlichen Förderung und Berücksichtigung des Ausbaus von Kooperationen zwischen Kindertagesstätten und Schulen.
Das Projekt des Forschungszentrums IDeA (Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk) begleitet Kinder in ihrer Entwicklung vom Kindergarten- bis ins Grundschulalter. Die Langzeitstudie soll Aufschluss darüber geben, ob Kindergartenkinder mit bestimmten Schwächen im Kurzzeitgedächtnis (genauer: Arbeitsgedächtnis) häufiger zu den Kindern gehören, die später Schwierigkeiten beim Erwerb von Lesen, Schreiben oder Rechnen aufweisen. Die Gedächtnisfähigkeiten der Kinder und ihre frühe Entwicklung im Lesen, Schreiben und Rechnen werden im halbjährlichen Abstand untersucht.
Ziel des Projekts ist eine frühe, individuelle Förderung von drei- bis sechsjährigen Kindern, die an den persönlichen Vorerfahrungen und Begabungen des einzelnen Kindes anknüpft.
Im Rahmen des Modellversuchs verschmelzen nun Kindergarten und die erste Klasse der Grundschule zu einer Einheit. Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte arbeiten hier im Team zusammen. Sie betreuen und bilden gemeinsam. Das neue Bildungskonzept betrachtet die Begriffe Spielen und Lernen nicht getrennt. Durchdachte Lernangebote ermöglichen einen fließenden Übergang vom „lernenden Spielen“ zum „spielenden Lernen“.
Der jeweilige Entwicklungsstand und die besonderen Stärken des einzelnen Kindes sind Ausgangspunkt für diese neue Form der Frühförderung. Die genaue Beobachtung und Dokumentation aller Entwicklungsschritte eines Kindes und eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern sind wesentliche Aufgaben der Pädagogen. Damit wird ein kontinuierlicher Übergang vom Kindergarten in die Schule geschaffen, der den Kindern eine individuellere und auch frühzeitigere Einschulung ermöglicht.
Die Aufgaben der pädagogischen Teams sind unter anderem:
- Mitwirkung an der Erarbeitung eines Curriculums und die Entwicklung pädagogischer Materialien;
- Entwicklung eines Weiterbildungskonzeptes für Grundschullehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher;
- Einbindung und Beratung der Eltern im Sinne einer Erziehungspartnerschaft;
- Entwicklung verschiedener Formen von Teamarbeit und –entwicklung.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Vernetzung der Arbeit von Kindergarten und Grundschule zur Optimierung des Übergangs der Kinder von der einen in die andere Bildungseinrichtung.
Das Entwicklungsprogramm soll den Dialog zwischen Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergarten und Grundschule aus- und gegebenenfalls aufbauen, um die Unterschiedlichkeit des Bildungs- und Erziehungsverständnis beider Professionen zu überwinden.
Das Programm unterstützt dabei die Umstrukturierung der Einrichtungen, es initiiert eine wirkungsvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und bietet Weiterbildungen u.a. zu den Themen Sprachförderung, Mathematik und Naturwissenschaft entdecken an.
Pädagoginnen und Pädagogen sollen in der Gestaltung anregungsstarker Lernsituationen für Kinder im Vor- und Grundschulalter unterstützt werden, die die Kreativität, die Intelligenz und die Selbststeuerungsfähigkeiten von Kindern herausfordern.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Weiterentwicklung von Kooperation und Kompetenzen von Pädagoginnen und Pädagogen im Elementar- und Primarbereich zur Verbesserung der Grundbildung von Kindern.
Das Projekt RiSE (Risikokinder an der Schnittstelle Einschulung) des Forschungszentrums IDeA (Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk) beschäftigt sich mit dem Einfluss sozialer und ethnischer Ungleichheit bei der Einschulung. Die zentrale Frage ist, ob sich soziale und ethnische Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit für eine Rückstellung oder eine Überweisung auf eine Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ausschließlich auf entsprechende Unterschiede in verschiedenen Kompetenzbereichen zurückführen lassen oder ob hierfür auch andere Kriterien maßgeblich sind. Ferner soll genauer untersucht werden, welche Rolle die Akteure Erzieherinnen, Schulleitung und Schul(-Ärzte) bei dieser Entscheidung spielen.
Ziel des Projekts ist es, dass alle Kinder gleiche Startvoraussetzungen für den Schulanfang erhalten. Deshalb setzt das Projekt „Schulreifes Kind“ dort an, wo der Förderbedarf eines Kindes besonders groß ist. Auf diese Weise können Entwicklungsverzögerungen frühzeitig erkannt und durch gezielte Fördermaßnahmen ausgeglichen werden.
24 bis 15 Monate vor der Einschulung legen die Erzieherinnen und Erzieher fest, ob ein Förderbedarf besteht oder nicht. Grundlage der Diagnostik bildet der Orientierungsplan für Kindergärten mit seinen Bildungs- und Entwicklungsfeldern. Eine weitere Möglichkeit ist die Koppelung des Projekts mit der vom Sozialministerium neu konzipierten Einschulungsuntersuchung, die in zwölf Landkreisen modellhaft erprobt wird. Die Teilnahme an der Untersuchung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist jedoch freiwillig. Bestandteil dieser Untersuchung ist ein Sprachtest sowie ein Seh- und Hörtest. Herangezogen werden auch der Impfpass sowie die Entwicklungsdokumentation des Kindergartens.
In beiden Fällen wird der Förderbedarf einem bei den Landratsämtern angesiedelten „Runden Tisch“ gemeldet, an dem Schule, Kindergarten, Gesundheitsamt, Frühförderstelle und die betroffenen Eltern über das konkrete Förderangebot für das jeweilige Kind beraten und entscheiden. Zu den möglichen Maßnahmen zählen beispielsweise Sprachförderung, Schulung der Feinmotorik oder auch Übungen zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit. Für den Einsatz der pädagogischen Fachkräfte erhalten die Landratsämter einen Stundenpool zugewiesen, dessen Umfang vom Förderbedarf und der Anzahl der Gruppen abhängt. Insgesamt stehen 45 Millionen Euro an Landesmitteln zur Verfügung.
Die Förderung kann durch die Vielzahl der Modellvarianten in der Grundschule oder im Kindergarten, durch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder in Zusammenarbeit beider pädagogischer Fachkräfte erfolgen. Bei erheblichen Entwicklungsverzögerungen startet die Fördermaßnahme bis zu eineinhalb Jahre vor der Einschulung und beträgt höchstens 18 Wochenstunden bei einer Gruppenstärke von mindestens 15 Kindern. Bei geringerem Bedarf erhalten die Kinder bis zu einem Jahr vor der Einschulung ein Förderangebot im Umfang von zwei bis acht Wochenstunden. Die Gruppengröße beträgt in diesen Fällen mindestens sechs Kinder.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Weiterentwicklung von Konzepten zur Frühförderung zur Optimierung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule.
Das BLK-Verbundprojekt entwickelt und erprobt Instrumente und Strategien zur Implementierung, Evaluation und Weiterentwicklung von Bildungskonzepten und Bildungsplänen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.
Ein Akzent soll dabei vor allem auf der Erweiterung der Kooperation von Kindergärten, Grundschulen und Eltern liegen. Vor dem Hintergrund der jeweiligen Landesstruktur werden dabei unterschiedliche Institutionen miteinander vernetzt.
Der länderübergreifenden Kooperationsverbund wird bei Beachtung der förderalen Strukturen Elemente einer gemeinsamen Bildungs- und Erziehungskonzeption sowie vergleichbare Eckpunkte für die Ausgestaltung von Maßnahmen zur Gestaltung von Übergangsprozessen erarbeiten.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität
in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, um eine Optimierung des Übergangsprozesses für Kinder und ihre Familien zu erreichen.
Das Projekt EASE möchte einen Beitrag zur Stärkung der Bildungskontinuität an der Schnittstelle von Kindertageseinrichtung und Grundschule leisten, um Kinder und deren Familien bei diesem Übergang zu unterstützen.
Im Projekt sollen auf der Grundlage der didaktischen Konzepte von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gemeinsame Bildungskonzepte entwickelt und eine institutionsübergreifende Kooperation angebahnt werden. Es sollen Kursangebote und Materialien für kooperative Lernangebote für Studierende, Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen entwickelt und erprobt werden. Diese sollen den Austausch aller Bildungsbeteiligten fördern und die individuellen Bildungsprozesse der Kinder dokumentieren, um lebenslanges Lernen zu initiieren und eine gezielte individuelle Förderung zu ermöglichen.
Der Fokus liegt auf dem Bereich „Early Literacy“, der Entwicklung von Lese- und Schreibkompetenz der Kinder.
Das Projekt wird in folgenden Partnerländern durchgeführt: Dänemark, Deutschland, Griechenland, Island, Österreich, Polen, Schweden und Ungarn zur Verfügung stellen.