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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Kinder mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung (Kisses-Proluba)

Die Motivation für die vergleichende, längsschnittliche Studie beruhte darin, im System von allgemeiner Schule und spezialisierten Förderschulen neue Angebote der inklusiven, gemeinsamen Beschulung auch für Schüler mit Sprachentwicklungsstörungen zu entwickeln und in ihrer Wirksamkeit zu beschreiben. (...) Im Rahmen des Projektes wurde die Entwicklung von drei Gruppen von Kindern über einen Zeitraum von zwei Jahren miteinander verglichen: Kinder mit einer sogenannten spezifischen Sprachentwicklungsstörung (SSES), die ab dem ersten Schuljahr entweder in der Sprachheilschule oder in einer allgemeinen Grundschule beschult werden, und Kinder ohne Sprachentwicklungsstörung, die eine Grundschule besuchen Bei den Kindern mit Sprachstörungen wurde zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung vorab geklärt, ob die Kinder den Einschlusskriterien (u.a. Diagnosekriterien der Sprachentwicklungsstörung) entsprechen. Hierzu wurden die kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten mit verschiedenen standardisierten Testverfahren sowie die Ausgangsleistungen im Bereich der Sprache (Aussprache, Grammatik, Wortschatz) und grundlegender Gedächtnisleistungen und Vorläuferfähigkeiten für Mathematik und Schriftspracherwerb erfasst. Außerdem wurden die Vorstellungen der Kinder über ihre eigenen schulischen Fertigkeiten und das Emotionsverständnis erhoben. (...) Diese und weitere kognitive und vor allem sprachliche Entwicklungsmaße sowie sozio-emotionale Maße wurden bis zum Ende des zweiten Schuljahres weiterverfolgt. Als dritter Bereich wurden die Schulleistungen der Kinder in den Fächern Deutsch und Mathematik jeweils am Ende des ersten und zweiten Schuljahrs erfasst. Mit Hilfe der Eltern aller Kinder wurden verschiedene Aspekte der familiären Rahmenbedingungen einbezogen. Von Lehrkräften sowie von den Eltern wurden auch die Einstellung zur Inklusion sowie Informationen über eventuelle Verhaltensbesonderheiten der Kinder erfragt. Zusätzlich wurden im Halbjahresabstand das unterrichtliche Handeln der Lehrer sowie die schulischen Rahmenbedingungen in allen Schulformen mit Hilfe von Fragebögen erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Leistung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörung in allen untersuchten Bereichen durch gezielte Förderung verbessern. Diese Kinder erreichen jedoch insgesamt nicht das Niveau der Kontrollgruppe von Kindern ohne Sprachentwicklungsstörung. Im sprachlichen Entwicklungsbereich werden Aussprachestörungen am deutlichsten überwunden. (DIPF/Projektträger)

Studien- und Projektinformationen

UntertitelProspektive Längsschnittstudie bei unterschiedlichen Bildungsangeboten
Laufzeit01.11.2011 - 31.10.2014
ProjektleitungJanke, Bettina; Glück, Christian W.
Beteiligte Wissenschaftler/innenHatz, Hubertus; Berg, Margit; Spreer, Markus; Mahlstedt, Amelie; Becker, Elisa; Butz, Anika; Teichert, Katherine
Beteiligte Institution(en)Institut für Psychologie (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Institut für Sonderpädagogik (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Institut für Förderpädagogik (Universität Leipzig)
Kontakt des Projektsjanke@ph-heidelberg.de; christian.glueck@uni-leipzig.de
Projektwebsitehttp://www.ki-sses.de/teilprojekte/proluba/; http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/545.php
SchlagwörterEntwicklungsstörung; Sprachbehinderung; Sprachentwicklung; Schüler; Förderschule; Sonderschule; Grundschule; Schuljahr 01; Schuljahr 02; Inklusion; Sprachfertigkeit; Schülerleistung; Selbstverständnis; Sprachunterricht; Deutschunterricht; Mathematikunterricht; Chancengleichheit; Integration; Leistungsmessung; Testverfahren; Befragung; Vergleichsuntersuchung; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01JC1102A / 01JC1102B
AnmerkungenDas Projekt unterteilt sich in zwei Teilvorhaben unter der Leitung von Bettina Janke und Christian Glück.

Downloads und Links

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