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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Gemeinschaft und Soziale Heterogenität in Eingangsklassen reformorientierter Sekundarschulen (GemSe)

Ziel des Verbundprojekts war es, die Lernkultur und pädagogischen Ordnungen in Eingangsklassen an je zwei Sekundarschulen in Bremen (vier Klassen im 5. Schuljahr) und Berlin (vier jahrgangsgemischte Lerngruppen) zu rekonstruieren. Das Interesse lag darin, mikrologisch und prozessanalytisch den pädagogischen Umgang mit sozialer Heterogenität unter zwei Perspektiven zu rekonstruieren: (1) In einer Perspektive auf Unterricht als Ort der Erzeugung von Differenz wurde gefragt, wie in den pädagogischen Praktiken der untersuchten Lernkulturen von Eingangsklassen Differenzen erzeugt, reproduziert und transformiert werden, wie Heterogenität im Hinblick auf Alter bzw. Entwicklung, Geschlecht, kulturelle und soziale Herkunftsmilieus pädagogisch bearbeitet wird und wie welche Unterschiede im Prozess als bedeutsame hergestellt werden. (2) In einer Perspektive auf die Lerngruppen als Orte der Kommunität sollte untersucht werden, wie die Schüler je Bezug auf ihre Lerngruppe als Klassengemeinschaft nehmen, wie unterschiedliche Positionen im Klassengefüge zugewiesen und eingenommen werden und welche Teilhabemöglichkeiten sich für die Beteiligten etablieren. Dazu wurde in einem ethnografischen Design mit Hilfe videobasierter Beobachtungen untersucht, wie in den pädagogischen Praktiken, im Umgehen der Lehrkräfte mit den Schülern und im Umgehen der Peers miteinander qua Anerkennung Differenzen der Schüler untereinander (...) bearbeitet bzw. reinszeniert werden. Die Fallstudien in acht verschiedenen Lerngruppen wurden anschließend kontrastiert. Für das zweijährige Projekt waren vier Erhebungsphasen und Auswertungsphasen im Wechsel vorgesehen. Das Auswertungsverfahren war orientiert am Vorgehen der Grounded Theory, ergänzt durch rekonstruktive Analysen ausgewählten Datenmaterials. Die Beobachtungen zeigen, dass unterschiedliche Differenz-Dimensionen in den Praktiken der einzelnen Klassen in je besonderer Weise unterschiedlich bedeutsam werden. Immer jedoch sind solche Differenzen von einer Ordnung gerahmt und erlangten erst in einer Ordnung ihre relationale Bedeutung, die sich entlang dessen entwickelte, was als Leistung anerkannt wird bzw. anerkennbar ist. (DIPF/Projektträger)

Studien- und Projektinformationen

UntertitelEthnographische Fallstudien zu Anerkennungsverhältnissen in individualisierenden Lernkulturen: Teilprojekt C
Laufzeit01.10.2011 - 30.11.2013
ProjektleitungRicken, Norbert
Beteiligte Wissenschaftler/innenWelling, Anna
Beteiligte Institution(en)Arbeitsbereich Theorie und Geschichte, Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft (Universität Bremen)
Kontakt des Projektsnorbert.ricken@rub.de
Projektwebsitehttp://www.fb12.uni-bremen.de/de/theorie-und-geschichte/forschung/forschungsprojekte/gemeinschaft-und-soziale-heterogenitaet-in-eingangsklassen-von-sekundarschulen.html; http://www.uni-goettingen.de/de/435349.html; http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/501.php
SchlagwörterHeterogenität; Differenzierung; Individuelle Förderung; Schüler; Schuljahr 05; Sekundarstufe I; Sekundarschule; Lernkultur; Unterrichtsklima; Pädagogisches Handeln; Soziale Herkunft; Alter; Geschlecht; Schülerleistung; Klassengemeinschaft; Partizipation; Lehrer-Schüler-Relation; Schüler-Schüler-Beziehung; Bildungschance; Benachteiligung; Chancengleichheit; Ethnografie; Leistungsmessung; Fallanalyse; Grounded Theory; Videoanalyse; Unterrichtsbeobachtung; Beobachtung; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01JC1111B
Inhaltliche AngabenInsgesamt erfolgten vier Erhebungsphasen über zwei Jahre hinweg.
UntersuchungsdesignFallstudie
Querschnitt
Erhebungsmethode(n)Beobachtung: Feldbeobachtung (Teilnehmend)
Beobachtung: Feldbeobachtung (Nicht-teilnehmend)
Fokusgruppe
Interview: Persönliches Interview
Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Bremen)
UntersuchungseinheitSchüler; Lehrkräfte
AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Bewusste Auswahl
Population / StichprobeOberschule (N=1); Schüler zweier Schulklassen (N=45); Lehrkräfte zweier Schulklassen (N=14)
Verwandte ProjekteGemeinschaft und Soziale Heterogenität in Eingangsklassen reformorientierter Sekundarschulen (GemSe) - Teilprojekt D

Forschungsdaten und -instrumente

GemSe - Qualitative Daten
Art der DatenQualitatives, nicht oder gering standardisiertes Datenmaterial
Archivierende EinrichtungForschungsdatenzentrum Bildung am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (FDZ Bildung)
ZugänglichkeitNicht verfügbar
Erhebungszeitraum18.08.2011 - 31.08.2011; 10.10.2011 - 20.01.2012; 12.04.2012 - 20.07.2012; 03.09.2012 - 15.03.2012
ErhebungsverfahrenBeobachtung; Feldbeobachtung; Teilnehmende Beobachtung; Nicht-teilnehmende Beobachtung; Fokusgruppe; Interview; Persönliches Interview
Anmerkungen zu den DatenDem FDZ Bildung liegen ethnografische Erinnerungsnotizen der Feldaufenthalte, Transkriptionen sowie Bild- und Audiomaterial in nicht anonymisierter Form vor, weiterhin die Dokumentationen der Interviews und ethnografischen Gespräche sowie der Erinnerungsnotizen. Die Daten und Materialien können aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bereitgestellt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die archivierende Einrichtung.

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