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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Potenzial der Muttersprache zur Verringerung von Bildungsungleichheit

Im gemeinsamen Verbundvorhaben untersuchten zwei Interventionsstudien das Potenzial der Muttersprache beim Lernen eines bildungssprachlichen Wortschatzes. Die konkrete Forschungsfrage lautete dabei: Lernen Kinder mit türkischer Familiensprache mehr Wortschatz im Deutschen, wenn sie Texte zunächst auf Türkisch und dann auf Deutsch gelesen bzw. gehört haben, als wenn sie die Texte zweimal auf Deutsch lesen bzw. hören? In dieser Interventionsstudie wurde ein linguistisch ausgerichtetes Förderprogramm im Elementarbereich (Kindergarten) implementiert und evaluiert (...). Die Wortschatzförderung erfolgte über das Hörverständnis. Die Kinder erhielten in den Interventionssitzungen kurze Hörtexte mit Zielwörtern aus der deutschen Bildungssprache. Der Zielwortschatz wurde im Rahmen von 20 Interventionssitzungen durch Hörspiele übermittelt. Dabei wurden unterschiedliche Untersuchungsbedingungen des Wortschatzlernens miteinander verglichen: Kinder der Gruppe A hörten das Interventionsmaterial erst auf Türkisch und anschließend auf Deutsch; Kinder der Gruppe B hörten das Textmaterial zweimal auf Deutsch, wobei beim ersten Hördurchgang der Zielwortschatz explizit auf Türkisch genannt wurde. Kinder der Gruppe C hörten das Interventionsmaterial zweimal auf Deutsch. Die Kontrollgruppe D erhielt kommerzielle Hörspiele auf Deutsch, in denen der Zielwortschatz nicht vorkommt. Die Kinder wurden randomisiert auf die Untersuchungsbedingungen verteilt. Unmittelbar vor und nach der Interventionsphase erfolgte die Prätestung und Posttestung. Sechs Wochen nach der Intervention fand außerdem ein Follow up-Test statt, um die Nachhaltigkeit des Wortschatzerwerbs zu überprüfen. Neben dem rezeptiven Grundwortschatz im Deutschen und Türkischen wurden kognitive Grundfähigkeiten der Kinder sowie der sozioökonomische Status erfasst. An den Interventionssitzungen nahmen insgesamt 93 Vorschüler mit türkischem Migrationshintergrund teil. Um den Wortschatzzuwachs bei den Kindern bestimmen zu können, wurde zu allen Messzeitpunkten ein Test zum Zielwortschatz eingesetzt. Zur Berechnung von Mittelwertunterschieden der Experimentalgruppen im Vergleich zu den jeweiligen Kontrollgruppen wurden Varianzanalysen mit Messwiederholung sowie Kovarianzanalysen durchgeführt. Des Weiteren erfolgten Regressionsanalysen zur Erfassung der Bedeutsamkeit von Hintergrundvariablen für den Wortschatzzuwachs. (DIPF/Projekt/Projektträger)

Studien- und Projektinformationen

UntertitelWortschatzerwerb von Kindern nichtdeutscher Familiensprache vor zentralen Übergängen des Bildungssystems: Teilprojekt B
Laufzeit01.11.2011 - 30.04.2015
ProjektleitungHardy, Ilonca
Beteiligte Wissenschaftler/innenCinar, Melihan; Jurecka, Astrid
Beteiligte Institution(en)Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Kontakt des Projektshardy@em.uni-frankfurt.de
Projektwebsitehttps://www.uni-frankfurt.de/55807758/InterMut; http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/525.php
SchlagwörterWortschatzarbeit; Sprachförderung; Sprachentwicklung; Hörverständnis; Kind; Vorschulalter; Migrationshintergrund; Kindergarten; Elementarbereich; Deutsch als Zweitsprache; Türkisch; Wortschatz; Bildungssprache; Mehrsprachigkeit; Hörspiel; Hörtext; Interventionsstudie; Wortschatztest; Vortest; Nachtest; Testverfahren; Statistische Analyse; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01JC1121B
UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Längsschnitt
Details: Interventionsstudie mit Messwiederholungsdesign
Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Computerbasierter Test)
Eigenständig auszufüllender Fragebogen: Papier
Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Baden-Württemberg; Hessen)
UntersuchungseinheitVorschulkinder
AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl
Anmerkungen: Rekrutierungsmerkmal bei der Auswahl der Kindertageseinrichtung: Besuch von mindestens fünf bis maximal zehn türkischsprachigen Kindern. Die Türkischkenntnisse der Kinder wurden mit einem Sprachtest (Hörverständnis und rezeptiver Grundwortschatz) überprüft.
Population / StichprobeKindergärten (N=13); Kindergartenkinder (N=93)
Verwandte ProjektePotenzial der Muttersprache zur Verringerung von Bildungsungleichheit. Teilprojekt A
AnmerkungenDas Projekt wurde ausgabenneutral vom 30.10.2014 bis zum 30.04.2015 verlängert.

Forschungsdaten und -instrumente

Daten InterMut Elementarbereich
Art der DatenKompetenz- und Leistungsdaten
Umfrage- und Aggregatdaten
Erhebungszeitraum25.03.2013 - 31.07.2013; 16.09.2013 - 28.02.2014
ErhebungsverfahrenLeistungs- und Kompetenztests; Computerbasierter Test; Paper and Pencil Test; Eigenständig auszufüllender Fragebogen; Papierfragebogen
Anmerkungen zu den DatenDie Daten verbleiben beim Projekt. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die Projektverantwortlichen.

Downloads und Links

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