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Autoren: Klawatsch-Treitl, Eva; Novy, Katharina
Titel: Wirtschaftswissen neu verhandeln. Economic Literacy mittels Psychodrama.
Paralleltitel: Renegotiating knowledge of economics. Economic literacy by means of psychodrama.
Quelle: In: Magazin Erwachsenenbildung.at, (2016) 28, 10 S.
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Sprache: deutsch
Dokumenttyp: online; Zeitschriftenaufsatz
ISSN: 1933-6818
URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-123342
Schlagwörter: Ökonomisches Denken; Kompetenz; Wirtschaft; Wissen; Hegemonie; Feminismus; Partizipation; Theorie; Erwachsenenbildung; Bildungsarbeit; Demokratische Erziehung; Haushalts- und Wirtschaftskunde; Lebenspraxis; Rollenspiel; Psychodrama; Frauenbildung; Freire, Paulo
Abstract: Economic Literacy ist ein politischer und demokratischer Ansatz. Er entstand in den 1980er Jahren im Kontext der Internationalen Frauenbewegung. Angelehnt an die Pädagogik der Befreiung von Paulo Freire, soll dabei Wirtschaftswissen in gemeinschaftlicher Auseinandersetzung gestaltet und veränderbar gemacht werden. Die beiden Autorinnen stellen in diesem Beitrag ihre Bildungsarbeit vor. Sie plädieren in der Tradition eines feministisch inspirierten Hinterfragens neoliberaler Konzepte für ein Wirtschaftswissen, das die Lebensdienlichkeit der Ökonomie ins Zentrum stellt. Mittels der Methode des Psychodramas suchen sie Antwort auf Fragen wie: Wem wird die Kompetenz (nicht) zugeschrieben, über Wirtschaft zu sprechen? Welche AkteurInnen mit welchen Interessen bekommen den Raum, ihre wirtschaftlichen Positionen kundzutun? Wer hält die Deutungsmacht über das "richtige" Wirtschaftswissen, wer die Macht zu entscheiden? Wirtschaftswissen soll so neu verhandelt werden, die Wirtschaftsexpertise von Frauen sichtbar gemacht und letztlich die Frage virulent werden: Wie wollen wir, als Gesellschaft, die Bereitstellung von lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen gestalten? (DIPF/Orig.)

Economic literacy is a political and democratic approach that came into being in the 1980s as part of the international women’s movement. Based on Paulo Freire’s pedagogy of freedom, knowledge of economics should be determined and able to be changed in collaborative discussion. In this article, both authors present their work in education. In the tradition of feminist inspired questioning of neoliberal concepts, they argue the case for a knowledge of economics that places at its centre an economy that is in the service of life. Using the methods of psychodrama, they seek answers to questions such as: Who is (not) considered competent to speak about the economy? What people with which interests have a space to make their economic positions known? Who has the power to interpret what “true” economic literacy is, and who has the power to decide? Knowledge of economics should be renegotiated so that the economic expertise of women is made visible and ultimately the following question goes viral: How do we as a society organize the provisioning of goods and services that are essential to life? (DIPF/Orig.)
Erfasst von: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main
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