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Autor/inAlbrecht, Clemens
TitelAnthropologie der Verschiedenheit, Anthropologie der Gemeinsamkeit.
Zur Wirkungsgeschichte der Unterscheidung von Scham- und Schuldkulturen.
Gefälligkeitsübersetzung: Anthropology of difference, anthropology of similarity. Impact histoy of the difference between shame cultures and guilt cultures.
QuelleAus: Bauks, Michaela (Hrsg.): Zur Kulturgeschichte der Scham. Hamburg: Meiner (2011) S. 177-193
PDF als Volltext kostenfreie Datei (1); PDF als Volltext (2)  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
ReiheArchiv für Begriffsgeschichte. Sonderh. 9
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-7873-1979-4
SchlagwörterKultur; Rezeption; Schamgefühl; Anthropologie; Differenzierung; Geschichte (Histor); Kulturanthropologie; Schuld; Ethnologie; Publikation; Asien; Japan; Ostasien
AbstractDie Unterscheidung zwischen Scham- und Schuldkulturen stammt von der amerikanischen Anthropologin Ruth Benedict und wurde im Rahmen einer Japan-Studie ausformuliert, die sie ab 1943 für das "Office of War Information" schrieb. Nach Kriegsende baute Benedict ihre Studie zu einer eigenständigen Publikation aus und veröffentlichte sie im Jahr 1946 unter dem Titel "The Chrysanthemum and the Sword. Patterns of Japanese Culture". Das Buch löste nach seinem Erscheinen eine gewaltige Rezeptionswelle aus: In den USA lenkte es wie keine andere Publikation die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Leistungen der amerikanischen Kulturanthropologie, speziell der Boas-Schule. Für die amerikanischen Besatzungsoffiziere in Japan wurde es zu einer Art Handbuch im Umgang mit dem besiegten Gegner. Dieser Erfolg, so die These des Autors, lässt sich nur dadurch erklären, dass Benedicts Buch eine Anthropologie der kulturellen Differenz in einer Epoche geschichtlicher Synthetisierung, der Angleichung politischer Systeme, weltanschaulicher Ordnungen und sozialer Lebenswelten zelebriert. Dies ist die epistemologische Plausibilität der Unterscheidung von Scham- und Schuldkulturen. Erst eine genaue Untersuchung der Verschränkung von sozialer und epistemologischer Lage macht den Blick dafür frei, dass die Anthropologie einen dreifachen Realitätsbezug hat: Sie reflektiert auf eine soziale Lage, indem sie empirische Tatsachen erhebt; sie schafft eine soziale Lage, indem ihre Erkenntnisse über menschliches Handeln Anwendung finden; sie erzeugt aber auch unbewusst eine Lage, indem sie über politische Intentionen den Blick für realhistorische Prozesse vernebelt. Insofern zielt die These auf den Nachweis einer Realitätsbindung von Wissenschaft gerade durch ihre ideologische Funktion. (ICI2).
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2012/1
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