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Autor/inBreyer, Thiemo
TitelOn the topology of cultural memory.
Different modalities of inscription and transmission.
Gefälligkeitsübersetzung: Über die Struktur des kollektiven Gedächtnisses. Verschiedene Möglichkeiten der Einschreibung und Transmission.
QuelleWürzburg: Königshausen u. Neumann (2007), 123 S.Verfügbarkeit 
Spracheenglisch
Dokumenttypgedruckt; Monografie; Graue Literatur
ISBN978-3-8260-3527-2
SchlagwörterKultur; Wissen; Hermeneutik; Begriff; Erinnerung; Gedächtnis; Handlung; Identität; Kognition; Psychologie; Anthropologie; Ethnographie; Erzählung; Sprache; Text; Entwicklungsland; Ritual; Philosophie; Soziologie; Interdisziplinarität; Struktur; Theorie; Afrika; Frankofones Afrika; Indischer Ozean; Madagaskar; Ostafrika; Subsaharisches Afrika; Südliches Afrika
Abstract"Gegenstand der Studie sind die verschiedenen Möglichkeiten der Einschreibung, Speicherung und des Abrufs von Inhalten des sog. 'kulturellen Gedächtnisses'. In der Untersuchung verschränken sich sachliche und methodologische Absicht. Anhand einer Analyse der Relationen zwischen individuellem, kollektivem, sozialem und kulturellem Gedächtnis - im Rückgriff auf ausgewählte ethnographische Beispiele, sowie auf Erkenntnisse der Phänomenologie, Hermeneutik und kognitiven Psychologie - wird zum einen aufgewiesen, welche topoi oder Speichermedien die Landschaft des Gedächtnisses konstituieren. Hierzu gehören das Erinnerungsvermögen des Einzelnen, der Körper, Artefakte, Naturerscheinungen, aber auch geschriebene und oral tradierte Narrative. Bei diesen erhält der Begriff topos eine weitere Bedeutung als figuratives Element der Sprache und Hinweisreiz für den Abruf spezifischen, kulturell kodierten Wissens. Zum anderen wird die Fruchtbarkeit des interdisziplinären Dialogs über Gedächtnis und Erinnerung betont. Starre Kategorien in der Gedächtnispsychologie können z.B. durch empirisches Material der Ethnographie dynamisiert werden. Andersherum können die Kulturwissenschaften durch Kenntnis der psychologisch fundierten Funktionsweisen des individuellen Gedächtnisses die Fülle ihrer Einzelbeschreibungen in kulturvergleichender Perspektive neu durchdringen und zu allgemeinmenschlichen Phänomenen vorstoßen." (Autorenreferat).

"Cultural memory can be conceived as a system of topoi which integrate specific ways of encoding, storing and retrieval of cultural knowledge. Examples of inscriptive and transmitting procedures are the rote-learning of sacred texts and encoding into semantic memory as among Hindu Brahmins or in Islamic Koran schools, the elaboration of highly automatised bodily movements into habitual memory as in military parades and ritual performances, the carving of the body-surface, its tattooing or painting as among many peoples in New Guinea, the inscription of one-off episodes into autobiographical memory which are later non-intentionally retrieved in 'flashbulb memories' as in painful initiation rites, or the use of configurations in geographical space as trigger for remembering a society's mythical past as among the Aborigines of Australia. The study analyses the structural correlations between such topoi and the individual memory faculties they address by combining insights from phenomenology, hermeneutics, cognitive psychology, and cultural anthropology - thereby illustrating how an interdisciplinary approach to the variety of mnemonic phenomena can be developed and terminologically consolidated." (author's abstract).
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2008/1
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