Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Gessler, Philipp |
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| Titel | Antisemitismus und Antizionismus in der bundesrepublikanischen Linken bis 1989/90 und ihr Fortleben bis zur Diskussion über den Libanon-Krieg 2006. Gefälligkeitsübersetzung: Antisemitism and antizionism on the West German Left up to 1989/90 and its continuation up to the discussion concerning the Lebanon war in 2006. |
| Quelle | Aus: Brosch, Matthias (Hrsg.); Elm, Michael (Hrsg.); Geißler, Norman (Hrsg.); Simbürger, Brigitta Elisa (Hrsg.); Wrochem, Oliver von (Hrsg.): Exklusive Solidarität. Linker Antisemitismus in Deutschland; vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung. Berlin: Metropol-Verl. (2007) S. 347-365 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Sammelwerksbeitrag |
| ISBN | 978-3-938690-28-4 |
| Schlagwörter | Vorurteil; Geschichte (Histor); Vergangenheitsbewältigung; Antisemitismus; Feindbild; Linksradikalismus; Politische Linke; Schuld; Zionismus; Judentum; Studentenbewegung; Asien; Deutschland; Israel; Naher Osten |
| Abstract | Das antiimperialistische Weltbild und das Bedürfnis nach Entlastung bildeten die Grundlage zur Entstehung eines antiimperialistischen Antizionismus in der westdeutschen Linken seit den 60er Jahren. Im Gegensatz zur DDR tendierte dieser Antizionismus zur Infragestellung des Staates Israel insgesamt. Schwerpunkte des Beitrags sind die linksradikale und insbesondere die Berliner Szene sowie die Auseinandersetzungen, die es in der "tageszeitung" über dieses Thema gab. Neben einer Klärung des Antisemitismus-Begriffs geht der Autor auf die Ursachen, Hintergründe und Entwicklungen der Vorurteile gegenüber den Juden und Israel in der deutschen Linken und ihren Aktivitäten nach. Abschließend wird aus dieser Tradition heraus die allgemeine Einschätzung der Linken angesichts Israels Feldzug im Libanon im Sommer 2006 erörtert, der in linken Kreisen allgemein als Aggression gesehen wurde. Der Beitrag zitiert in diesem Zusammenhang unveröffentlichte Leserbriefe an die Zeitung taz, die allesamt diverse antisemitische Stereotypen reproduzieren. Die Beispiele verdeutlichen, dass Antisemitismus hierzulande weiterhin eine allzu verführerische Methode der scheinbaren Welterklärung und der Entlastung von historischer Schuld oder Verantwortung darstellt. (ICH). Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1960 bis 2006. |
| Erfasst von | GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim |
| Update | 2008/1 |