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Autor: Pfister, Gertrud
Titel: Maedchenspiele - zum Zusammenhang von Raumaneignung, Koerperlichkeit und Bewegungskultur.
Quelle: In: Sportunterricht, 40 (1991) 5, S. 165-175
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Sprache: deutsch
Dokumenttyp: gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN: 0342-2402
Schlagwörter: Identitätsbewusstsein; Sozialisation; Geschlechtsunterschied; Spiel; Spielverhalten; Sachinformation; Wohnumgebung; Sozialgeschichte; Bewegung (Motorische); Schulsport; Sport; Mädchen
Abstract: In Bezug auf Spiele und Sportarten ist festzustllen, dass die Jungen vorwiegend dort aktiv sind, wo sie ihren Koerper als Mittel der Auseinandersetzung mit anderen oder der Umwelt einsetzen und neue Raeume erobern koennen. Sie zeigen Lust an Grenzerfahrungen, Experimentier- und Risikofreude. Maedchen und Frauen konzentrieren sich in starkem Masse auf sportliche Aktivitaeten, die eine aesthetische Praesentation ermoeglichen. Bei der Aneignung und Nutzung von Raeumen sind Jungen expansiver als Maedchen. Wenn man davon ausgeht, dass Koerper und Bewegung sowohl fuer den Aufbau von Handlungskompetenzen als auch fuer die Identitaetsentwicklung eine wichtige Rolle spielen, laesst sich daraus ableiten, dass Maedchen ihre Koerperlichkeit anders empfinden als Jungen. Das hat seinen Grund auch darin, dass Maedchen wesentlich staerker als Maenner sozialen Normierungen und Kontrollen unterworfen sind. Der Druck auf Maedchen, sich maedchenhaft zu verhalten, wird vom ganzen Umfeld ausgeuebt. Das laesst sich ablesen aus dem historischen Ueberblick zur Maedchenkindheit seit dem 19. Jahrhundert, aber auch aus Beobachtungen und kleinen Studien aus unserem heutigen Alltag, so dass sich trotz mancher Veraenderungen Jungen und Maedchen auch heute noch im Hinblick auf Koerperlichkeit und Spielpraeferenzen sowie auf Bewegungs- und Raumverhalten unterscheiden.
Erfasst von: Hessisches Landesinstitut für Pädagogik, Wiesbaden
Update: 1998_(CD); 2001/1
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