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Autor: Thiersch, Hans
Titel: Kinderpolitik ist nicht nur Familienpolitik.
Voraussetzungen und Aufgaben der Politik fuer Kinder.
Quelle: In: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik, 98 (1990) 5, S. 243-247
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Sprache: deutsch
Dokumenttyp: gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN: 0342-7145
Schlagwörter: Familienpolitik; Jugendpolitik; Kind; Individualisierung; Gesellschaftspolitik; Lebensbedingungen; Pluralisierung
Abstract: Auch wenn "die" Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu den Lebensverhaeltnissen der Dritten Welt in "relativ stabilen und gesaettigten Verhaeltnissen" lebt, ist zu fragen, warum Kinderpolitik, die "eine Frage an die Lebendigkeit einer Gesellschaft" ist, in zahlreichen Aspekten unbefriedigend ist. Der Autor sieht Kinderpolitik im Hinblick auf drei Hauptaspekte: (a) Verhaeltnis von Kinder- zu Familienpolitik; (b) Zweidrittel-/Eindrittel- Gesellschaft; (c) Pluralismus von Lebenslagen und Individualisierung der Lebensfuehrung.- Kinderpolitik kann trotz ihrer engen Verbindung zu Familienpolitik dieser nicht subsumiert werden, wenn man das Recht des Kindes auf eigenstaendige Entwicklung ernst nimmt. Wohnungs-, Verkehrs- und Steuerpolitik sind wenig familien- und kinderfreundlich. Familien und Kinder des "einen" Drittels der (west)deutschen Gesellschaft sind zusaetzlich zu ihrer schlechteren Lebenslage hauefig hinsichtlich der Nutzung vorhandener Unterstuetzungsangebote benachteiligt. Pluralismus von Lebenslagen und Individualisierung von Lebensfuehrung hat auch die Situation der Kinder erheblich veraendert, v. a. in Bezug auf Verhaltenserwartungen und sozialen Rollen in den teilweise erheblich veraenderten Familien bzw. "familialen Arrangements". Kinderpolitik, die von den Erfahrungsmoeglichkeiten der Kinder her konzipiert sein muss, ist Gesellschaftspolitik und muss gesellschaftliche Probleme als solche identifizieren und praktisch angehen (sowohl auf allgemeiner als auch auf kommunaler politischer Ebene). Kinderpolitik als Kindergartenpolitik muss fuer Kinder und Personal geeignete Lebensraeume neben der Familie als Kompensation fuer zu belastende Enge von Familienbeziehungen schaffen. Neben der notwendigen Veraenderung einer "strukturell kinderfeindlichen" Gesellschaftspolitik bedarf es der Bereitschaft der Gesellschaft, sich auf Kinder einzulassen.
Update: 1998_(CD); 2001/1
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