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Autor: Dellisch, Heide
Titel: Vom Wesen der Gewalt.
Quelle: In: Heilpädagogik, 34 (1991) 3, S. 78-85
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Sprache: deutsch
Dokumenttyp: gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN: 0438-9174
Schlagwörter: Entwicklungspsychologie; Entwicklungsstörung; Gewalt; Psychische Krankheit; Psychoanalyse; Kindesmisshandlung; Familienpsychologie; Eltern; Stoffwiederholung; Sexueller Missbrauch; Wiederholung
Abstract: Die Autorin geht zunaechst auf Gewalt(einwirkungen) von aussen (z. B. im Strassenverkehr und Umweltvergiftung) ein, bevor sie sich auf Gewalt im "psychosozialen Nahraum", in der Familie konzentriert, auf koerperliche und psychische Misshandlung von Kindern und ihre Hintergruende. Sie schildert die koerperlichen Misshandlungsspuren detailliert und beschreibt die besonders gefaehrdeten Kinder. Die Interaktion zwischen koerperlich misshandelnden Eltern und Kind sowie Psychodynamik und pychische Hintergruende bei den Eltern bzw. Elternteilen zeigen die komplexe Situation des Ineinandergreifens von Persoenlichkeitsentwicklung der Eltern als Kind (persoenliche Geschichte) mit ihren Konsequenzen fuer die gegenwaertigen psychischen Probleme und Beduerfnisse und gegenwaertiger psychosozialer Lebenssituation. Die Wiederholung von (masochistischen) Szenen aus der Kindheit des jetzt sadistisch agierenden Taeters, die Uebertragung eigener ungeloester Entwicklungsprobleme und unerfuellter Beduerfnisse (als Kind) auf das eigene Kind, das diese nicht erfuellen kann und daher zwangslaeufig frustriert, fuehren hauefig zu einem Teufelskreis aus Hass und Strafbeduerfnis auf seiten des Kindes sowie scheinbar durch die "Provokationen" des Kindes gerechtfertigte Zuechtigungen und Racheimpulsen auf seiten der Eltern. Geht jede koerperliche Misshandlung mit einer psychischen einher, so sind psychische Misshandlungen, die im Gegensatz zur koerperlichen das "Privileg" von Mittel- und Oberschicht sind, subtil und kaum direkt nachweis- bzw. erkennbar.
Erfasst von: Deutsches Jugendinstitut, München
Update: 1998_(CD); 2001/1
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